Pflanzen für das Aquarium

Pflanzen sind leben. Pflanzen erzeugen Sauerstoff und genau aus diesem Grund gehören in nahezu jedes Aquarium echte Wasserpflanzen. Auch hier gibt es allerdings einiges zu beachten, damit sie schön aussehen und gesund wachsen.

Wasserpflanzen in Top Qualität

Tigerlotus

Eine rote Tigerlotus im Aquarium.

Bepflanztes Aquarium von Shay Fertig

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Welche Pflanzen sollte ich nehmen?

Am Anfang gehören in ein Aquarium, vielen schnell wachsende Pflanzen. Nach einigen Monaten können Sie dann nach und nach auf langsam wachsende Pflanzen umsteigen, sollten aber immer ein paar schnell wachsende mit im Becken behalten, um Algen keine Chance zu geben. Ich möchte hier kurz auflisten, welche Pflanzen unter schnell wachsend fallen:

Die Wasserpest, ist die Anfängerpflanze schlecht hin. Sie gehört meiner Meinung nach in jedes frische Aquarium, da sie sehr schnell wächst und somit viele Nährstoffe aufzehrt, welche den Algen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der brasilianischer Wassernabel ist ebenfalls eine schnell wachsende Pflanze. Diese Pflanze kann auch über Wasser weiterwachsen. Sie ist also optimal für ein Aquarium ohne Abdeckung geeignet. Aber natürlich kann man sie auch rein Unterwasser halten.

Das Hornkraut ist, genauso wie die Wasserpest, eine der besten Pflanzen gegen Algen. Sie muss noch nicht mal in den Bodengrund eingegraben werden. Sie können diese Pflanze einfach im Aquarium treiben lassen. Sie wächst im Sommer sogar in Regentonnen.

Der Wasserfreund hat eher große Blätter und wächst ebenfalls sehr schnell. Er ist als Mittelpunkt für das Aquarium sehr gut geeignet da er etwas größer wird. Pflanzen Sie Ihn also lieber etwas weiter nach hinten.

Auch das Kirschblatt hat größere Blätter und eignet sich eher für den Hintergrund. Sie ist eine der anspruchslosesten roten Pflanzen, braucht aber dennoch etwas mehr Licht und eine gute Düngung. Sollten Sie nur wenig Licht haben, sollten Sie entweder über eine größere Beleuchtung nachdenken oder es lieber mit anderen Pflanzen probieren.

Es gibt auch Schwimmpflanzen, welche Sie gut für den Anfang verwenden können.

Der Froschbiss ist eine eher flach wachsende Pflanze. Diese Pflanze schwimmt auf der Oberfläche und bildet lange, tief in das Wasser eindringende Wurzeln. In diesen Wurzeln können sich Fische und Garnelen sehr gut verstecken. Da der Froschbiss flach auf dem Wasser aufliegt, eignet er sich auch für geschlossene Aquarien

Die Muschelblume bildet, gegenüber den Froschbiss, etwas mehr Blätter an der Oberfläche. Da diese pflanze auch gerne mal 5cm und mehr über die Wasseroberfläche wächst, eignet sie sich am besten für offene Aquarien.

Wachsen diese Pflanzen dann nach einigen Monaten gut, können sie nach und nach einige davon entfernen und langsam wachsende Pflanzen zusetzen. Sehr schöne Pflanzen sind zum Beispiel:

Die Echinodorus in roter Farbe sieht einfach nur super aus. Dank Ihrer richtig weinroten Färbung ist sie der absolute Blickfang im Aquarium. Für ein gutes Wachstum ist gut laufendes Aquarium, mit guter Beleuchtung, CO2 Anlage und guter Düngung unbedingt notwendig. Diese Pflanze mag es, wenn sie öfters mal Düngekugeln unter die Wurzeln bekommt.

Die rote Tigerlotus ist eine eher anspruchslose Pflanze, benötigt aber dennoch ein bereits gut laufendes Aquarium. Diese Pflanze gehört zu den Seerosengewächse und bildet somit auch Blätter, welche die Oberfläche erreichen. Da man deshalb nur noch Stängel im Aquarium sieht, sollte man diese Blätter regelmäßig entfernen. Wenn man sie regelmäßig entfernt, wird sich diese Pflanze wieder umstellen und vermehrt Unterwasserblätter bilden. Diese ist, wie auf dem Titelbild dieser Seite zu erkennen, wirklich ein Blickfang.

Die Cryptocoryne balansea wächst eher in die Höhe. Diese Blätter können sehr lange werden und legen sich auf die Wasseroberfläche. Da diese Blätter aber sehr schmal sind, entsteht dadurch kaum Schatten und den Fischen gefällt es sehr, wenn sie etwas zum Unterstellen im Aquarium haben. SIe ist auch relativ anspruchslos, sollte aber dennoch in Aquarien eingesetzt werden, welche bereits einige Zeit gut laufen.

Der Herzblättriger Wasserkelch oder auch Cryptocoryne cordata blassii genannt, ist eine eher dunkel Pflanze. Sie wächst sehr langsam und braucht daher viel Zeit um eine stattliche Größe zu erreichen. Dafür benötigt sie nur wenig Licht und kommt auch sehr gut ohne CO2 und zusätzlicher Düngung aus.

Oder Sie suchen sich einfach aus der breiten Palette die schönsten Pflanzen aus.

Und was ist mit Kunstpflanzen?

Auch wenn Kunstpflanzen mittlerweile nicht mehr ganz so künstlich aussehen, rate ich Ihnen dennoch davon ab. Sie produzieren keinen Sauerstoff, wie echte Pflanzen und sehen doch immer noch künstlich aus. Sie wollen doch ein natürliches Biotop haben und da sind nun mal echte Pflanzen am schönsten:

Aquarium Bild

Oder finden Sie nicht das echte Pflanzen nun mal echt aussehen?

Und was kann ich tun, wenn meine Pflanzen nicht richtig wachsen?

Wer kennt das Problem nicht, Sie kaufen sich einen wunderschönen, grünen Bund Pflanzen, pflanzen ihn in Ihr Aquarium und schon nach wenigen Tagen haben sie braunen Matsch, die einst schönste Pflanze ist komplett zerfallen. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie einige Dinge beachten. Zuerst ist es wichtig das Sie genug Licht für ihre Pflanzen haben. Sie sollten mindestens 0,2-0,3W pro Liter über dem Aquarium haben, für ein 54l Aquarium ist also eine 15W Leuchtstoffröhre das Minimum, für 112l sollten es dann schon 2x18W sein. Um die Lichtausbeute zu erhöhen, können Sie Reflektoren verwenden, diese klippsen sie einfach an die Leuchtstoffröhre mit dem mitgelieferten Clip fest.

Auch brauchen die Pflanzen Nährstoffe, wenn Sie einige Pflanzen in ihrem Aquarium haben, sollten Sie sich einen guten Dünger besorgen. Nur durch diese wichtigen Nährstoffe können die Pflanzen gesund wachsen.

Pflanzen wandeln CO2 in Sauerstoff um. Da in den meisten Aquarien aber Sauerstoff zu genüge vorhanden ist und es eher an CO2 mangelt, sollten Sie zuerst mal alle Sprudelsteine abstellen, da sie das wichtige CO2 aus dem Aquarium austreiben. Keine Angst, Ihren Fischen wird nichts passieren, es ist genug Sauerstoff im Wasser. Meist reicht dies aber noch nicht aus und es wird eine CO2 Anlage benötigt. Ich empfehle Ihnen dazu eine Mehrweganlage, denn nur diese ist auf die Dauer gesehen günstig. Alle Bastellösungen oder Einwegsachen enden meist in Frust oder noch mehr kosten. Sehen Sie sich mal dieses Angebot an:


weitere Infos zu CO2 Anlagen finden Sie hier
Damit wird es Ihren Pflanzen an nichts mehr mangeln und Sie werden erstaunt sein, wie gut die Pflanzen nun auf einmal wachsen.

Was sind Aufsitzerpflanzen?

Aufsitzerpflanzen sind Pflanzen, welche sie auf Steinen oder Wurzeln festbinden können und nicht in den Bodengrund eingegraben werden. Darunter fallen zum Beispiel folgende Pflanzen:

Der Kongofarn wird einfach auf eine Wurzel oder auf Steinen aufgebunden. Dort wächst er langsam aber sicher zu einer stattlichen Größe heran. Ein bisschen CO2 und guter Dünger sollte der Kongofarn auf jeden Fall bekommen, damit er gut wächst. Licht ist nicht unbedingt soviel nötig, eine normale Aquariumbeleuchtung reicht auf jeden Fall aus.

Die Anubia ist eine der anspruchslosesten Pflanzen. Selbst unter extrem dunkler Beleuchtung, ohne CO2 und ohne Dünger wird sie wachsen. Sie wächst zwar nur langsam aber dafür stetig. Diese Pflanze ist praktisch nicht kaputt zu bekommen und auch wird sie von Barschen kaum gefressen. Die absolute Allrounderdpflanze also. Nur gegen Algen bringt sie eher wenig, da dürfen es dann lieber schnell wachsende Pflanzen sein, welche die Nährstoffe aufzehren.

Auch der Javafarn wächst unter wenig Licht und braucht kaum CO2 oder Düngung. Man sollte bei ihn allerdings beachten, dass er wirklich riesig werden kann. Genug Platz auf den Wurzeln oder Steinen, auf welchen er aufgebunden wird, ist zwingend nötig
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